Sonntag, 17. Dezember 2017
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Jugendförderung ist aktive Arbeit an der Zukunft

Löschzug Lichtenau zieht Bilanz

Lichtenau – (PG) In der Generalversammlung des Löschzuges Lichtenau blickten Löschzugführer
Manfred Schäfers und sein Stellvertreter Andreas Dreier auf das vergangene Geschäftsjahr zurück.
Personell ist der Löschzug Lichtenau mit 39 Aktiven gut aufgestellt, dennoch kann tagsüber nur auf
einen Bruchteil dieser Kameraden zurückgegriffen werden, da ein Großteil der Kameraden
berufsbedingt tagesüber nicht in Lichtenau ist, so Schäfers. Aufgrund dieser Situation ist die
Nachwuchsarbeit unabdingbar seit Jahren sind es zum Großteil Kameraden des Löschzuges
Lichtenau, welche sich als Betreuer in der Jugendfeuerwehr der Stadt Lichtenau engagieren. Zudem
setzt sich auch die Führung der Jugendfeuerwehr aus den in Lichtenau ansässigen Kameraden Jörn
Dege und seinem Stellvertreter Patrick Gerlach zusammen.

 

Diese werden nicht müde bei jederGelegenheit um neue Betreuer und Jugendliche zu werben. Doch neben personellen Ressourcen
werden auch finanzielle Mittel benötigt, um die Jugendarbeit attraktiv zu gestalten und Anreiz für
Neueinsteiger zu bieten, so Schäfers. Im Rahmen der Generalversammlung wurde aus diesem Grund
eine Spende in Höhe von 1.300,00€ durch den Löschzug Lichtenau übergeben, um rundum
Unterstützung zu leisten. Stadtjugendwart Jörn Dege bedankte sich, auch im Namen aller Mitglieder
der Jugendfeuerwehr der Stadt Lichtenau für die großzügige Spende. Auch nutze er die Gelegenheit
und dankte den Betreuern für die geleistete Arbeit.
Neben der Jugendarbeit gehören auch noch eine große Zahl weiterer Tätigkeiten zum Aufgabenfeld
einer Feuerwehr. Hierzu zählen neben den zahlreichen Einsätzen mit 780 Stunden unter anderem die
stetige Ausbildung in Form von Dienstabenden und Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene, sowie
die Öffentlichkeitsarbeit. Diese füllte, von Tätigkeiten im Hintergrund verursacht, eine deutlich
größere Anzahl an Stunden, als die Einsätze selbst. Dennoch ist sie notwendig, um eine stetige
Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Andreas Dreier schilderte die Einsätze des Jahres 2016 und ging
auf besondere Einsätze ein. Hierzu zählten im vergangenem Jahr ein tödlicher Verkehrsunfall auf der
B68 und ein Wohnhausbrand in Herbram. Beide Einsätze forderten die Kameraden auf ihre Art: der
Verkehrsunfall psychisch und der Wohnhausbrand physisch. Auch dieses Jahr waren die Kameraden
der Notfallhelfergruppe wieder sehr aktiv und fuhren am Standort Lichtenau zwölf Einsätze. Die
Notfallhelfergruppe besteht aus Feuerwehrkameraden, welche sich zum Notfallhelfer ausgebildet
haben und zu schweren Rettungsdiensteinsätze ausrücken wenn der Rettungswagen Lichtenau
gerade nicht vor Ort ist. Inzwischen besteht die Notfallhelfergruppe des Standortes Lichtenau aus
zehn Kameraden. Das System findet mit dem stetigen Bekanntwerden immer mehr positives
Feedback aus der Bevölkerung. Insgesamt wurden vom Löschzug Lichtenau in diesem Jahr 48
Einsätze in den Kategorien Feuer, technische Hilfeleistung und Notfallhelfer abgearbeitet.
Zusätzlich mussten auch „geplante“ Einsätze durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um
Brandsicherheitswachen, welche bei besonderen Veranstaltung vorgeschrieben werden, um den
Schutz der Teilnehmer zu gewährleisten. Bei solchen Veranstaltungen steht während des gesamten
Zeitraums eine Mannschaft mit Fahrzeug und Gerät bereit, um im Ernstfall sofort einzugreifen.
Neben den jährlich stattfindenden Brandsicherheitswachen beim Autocross-Rennen und dem
Dalheimer Gartenmarkt, kam dieses Jahr ein für alle Lichtenauer neues Großevent dazu: Tag der
offenen Tür der Firma Stoffwelten. Hier war das einsatztaktische Talent der gesamten Mannschaft
gefragt, denn der Ansturm der Besucher war gewaltig. Neben der Brandsicherheitswache, welche
sich mit dem Veranstalter um die ordnungsgemäße Sicherheit der Personen auf dem Geländes
kümmerte, war ein Großteil der Kameraden mit der Einweisung der Besucher auf bereitgestellte
Parkplätze beschäftigt. Als dann die Menge der Autos stetig wuchs, wurden weitere Parkplätze auf
angrenzenden Feldern geschaffen. Aufgrund der Witterung wurden die wartenden Besucher in
Zusammenarbeit mit der Johanniter Unfallhilfe mit Wasser versorgt. Somit wurde die Veranstaltung
zu einem organisatorisch gelungenen Event.
In Summe erarbeiteten der Löschzug Lichtenau durch alle Tätigkeiten 6.046 Stunden. Löschzugführer
Schäfers bedankte sich für diese Stunden, welche durch das Engagement der Kameraden nicht
möglich wären. Im Ausblick auf das Jahr 2018 erinnerte Schäfers bereits an das 125-jährige Jubiläum,
welches mit einem großen Fest am 26. Mai 2018 in der Schützenhalle Lichtenau gefeiert werden soll.


Foto: Übergabe des Spendenschecks durch den Vorstand an die Jugendgruppenleiter und
Mitglieder der Jugendfeuerwehr