Dienstag, 17. Oktober 2017
Notruf: 112

Brandbekämpfung

Die grundlegende persönliche Schutzausrüstung besteht aus dem Feuerwehrhelm mit Visier und Nackenschutz. Der Nackenschutz verhindert das eindringen von Asche und Glut in den Kragen der Überjacke Feuerwehrschutzanzuges. Das Material der Überjacke ist flammhemmend und sie verfügt über eine große Anzahl Reflexstreifen, um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu erhöhen. Zum Feuerwehrschutzanzug gehört zudem noch eine Überhose aus dem gleichen Material. Zum Schutz gegen Umknicken und herabfallende Gegenstände werden hohe Feuerwehrstiefel mit Schutzkappe und Durchtrittschutz getragen. Die Hände werden durch spezielle Feuerwehrschutzhandschuhe gegen Hitze und Quetschungen geschützt.

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Für den Brandeinsatz in Umgebungen in Atemgiften kann diese Ausrüstung erweitert werden. Hinzu kommt ein Feuerwehrhaltegurt, um sich auf der Drehleiter zu sichern oder im Bedarfsfall mit der mitgeführten Feuerwehrleine selbst zu retten. Der wichtigste Bestandteil ist allerdings das Atemschutzgerät. Hier handelt es sich in den meisten Fällen um einen sogenannten Pressluftatmer, in dessen Atemluftflasche normale Luft auf 300 bar verdichtet ist. Diese Luft wird über einen Lungenautomaten und die Atemschutzmaske an den Geräteträger abgegeben. Atemschutzgeräteträger sind im Einsatz einer besonderen Belastung ausgesetzt und müssen daher körperlich fit sein. Diese Fitness wird regelmäßig durch einen Arzt in der sog. G26.3-Untersuchung geprüft und jährlich muss ein Durchgang in der Atemschutzübungsstrecke absolviert werden.

 

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Bei besonders starker Wärmebelastung kann diese Schutzausrüstung noch um Hitzeschutzbekleidung ergänzt werden. Diese reflektiert die Wärme und schtützt die Einsatzkräfte besonders.

hitzeschutz

Technische Hilfeleistung

Im Technische Hilfe Einsatz wird entweder die reguläre Brandschutzkleidung getragen oder ein leichter Feuerwehrschutzanzug. Besonderen Stellenwert hat bei solchen Einsätzen das Visier, welches das Gesicht vor Splittern schützt. Diese Ausrüstung kann bei Bedarf um Mundschutz und Gehörschutz erweitert werden. Anstatt der schweren Feuerwehrhandschuhe werden hier leichte Handschuhe für die technische Hilfeleistung getragen, da diese deutlich besseres Feingefühl ermöglichen. Bei Einsätzen mit verletzten werden unter den Handschuhen noch Infektionsschutzhandschuhe getragen.

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Für besondere Einsätze, wie die technische Hilfeleistung bei umgekippten Bäumen kann die Schutzausrüstung abweichen.

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Gefahrgut

Für Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern werden spezielle Schutzanzüge vorgehalten. Es handelt sich um sogenannte Chemikalienschutzanzüge (CSA), welche den Träger vollständig von der Umwelt abschließen. Unter dem Anzug wird leichte Kleidung, und der Feuerwehrhelm getragen. Die Atemluftversorgung stellt ein Pressluftatmer sicher.

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Nach einem solchen Einsatz müssen die CSA-Träger dekontaminiert werden. Die Stoffe mit denen die Anzüge in Berührung gekommen sind, müssen also vom Anzug entfernt werden. Für diese Tätigkeit wird ein leichter Schutzanzug mit einem Atemfilter getragen.

 

Notfallhelfer

Bei Einsätzen der Notfallhelfergruppe zählt jede Sekunde. Aus diesem Grund tragen die Kameraden auch nicht ihre normale Persönliche Schutzausrüstung, sondern sind mit Overalls und leichten Sicherheitsstiefeln ausgestattet. Dies ermöglicht ein schnelles Umziehen und verkürzt damit das behandlungsfreie Intervall für die Patienten.

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Führung

Die Führungskräfte bedürfen einer besonderen Kennzeichnung, damit sie von den Einsatzkräften als solche erkannt werden. Auch nachrückende Einsatzkräfte erkennen so direkt den richtigen Ansprechpartner. Jede Führungskraft wird mit einer bestimmten Farbe gekennzeichnet:

  • Gruppenführer/Fahrzeugführer - blau
  • Zugführer - rot
  • Abschnittsführer - weiß
  • Einsatzleiter - gelb

Die Führungskräfte sind mit Funkgerät(en), Handlampe und weiteren einsatzspezifischen Material ausgerüstet. So gehört oft eine Schreibunterlage für Einsatznotizen oder unser Einsatznotebook zur Ausrüstung.

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